Der Großteil unserer Treibhausgasemissionen entsteht in der Nutzungsphase unserer Produkte. MAN baut darum seine Flotte batterieelektrisch angetriebener Fahrzeuge aus und engagiert sich für den zügigen Ausbau der benötigten Ladeinfrastruktur. Aber auch unsere Produktion soll bilanziell klimaneutral werden.
Als globales Unternehmen für Transportlösungen sieht sich MAN in der Pflicht, seiner Verantwortung für Klimaschutz gerecht zu werden. Mehr als 96 Prozent unserer Treibhausgasemissionen sind 2023 während der Nutzungszeit unserer Produkte entstanden. Darum arbeiten wir intensiv daran, unseren CO2-Fußabdruck in diesem Bereich so schnell wie möglich zu verringern.
Weg vom Diesel, hin zu klimafreundlichen Antrieben für Trucks, Busse und Vans – so lässt sich die Produktstrategie von MAN kurz zusammenfassen. Bis 2030 sollen bis zu 90 Prozent aller neuen Busse und 50 Prozent aller neuen MAN-Lkw über einen batterieelektrischen Antrieb verfügen.
Unsere Geschäftseinheit MAN Engines hat innovative Antriebe für die Land- und Bautechnik, für Wasser- und Sonderfahrzeuge sowie für die Stromerzeugung im Angebot. Sie hat mit umweltfreundlichen Brückentechnologien bereits früh damit begonnen, einen Beitrag zur CO2-Reduktion zu leisten. Diesen Anteil bauen wir stetig aus und setzen dabei auf unterschiedliche Technologien, um unsere Dekarbonisierungs-Ziele zu erreichen.
MAN will die Umweltauswirkungen durch Transporte und die Logistik verringern. Um den CO₂-Ausstoß in unserer Transportkette zu senken, beliefern uns unsere Gebietsspediteure über Knotenpunkte. Dort werden die Sendungen gebündelt, um eine optimale Auslastung der Lkw sicherzustellen und Leerfahrten zu vermeiden. Dienstreisen vermeiden wir möglichst – falls Alternativen wie Videokonferenzen nicht praktikabel sind, sollte immer das umweltverträglichste Verkehrsmittel genutzt werden.
MAN verfügt über ein weltweites Netzwerk an hochmodernen Produktionsstandorten. Alle verfügen über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem gemäß der internationalen Norm ISO 14001. Die Werke München, Nürnberg, Salzgitter und Krakau beteiligen sich darüber hinaus am „Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung“ der Europäischen Union (EMAS – Eco Management and Audit Scheme), das zusätzliche Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem stellt.
Wir haben außerdem zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um den Bezug von erneuerbaren Energie an unseren Standorten auszubauen. Dazu erzeugen wir diese einerseits selbst und bauen andererseits Power Purchase Agreements (PPA) aus, um erneuerbare Energien direkt von Anlagenbetreibern zu beziehen.
MAN sieht im Modell der Kreislaufwirtschaft die Grundlage für den eigenen unternehmerischen Erfolg. Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Ziele: die Schließung des Materialkreislaufs – unter anderem durch die Reduzierung des Verbrauchs an primären Rohstoffen, die Optimierung der Lebensdauer von Produkten und Komponenten, die Verbesserung der Produktnutzung und -auslastung sowie die Förderung innovativer Geschäftsmodelle.
Im Sinne der Kreislaufwirtschaft und vor dem Hintergrund enorm steigender Rohstoffpreise kommt dem Recycling eine immer größere Bedeutung zu. Aktuell werden rund 70 Prozent einer Batterie recycelt. Dabei handelt es sich vor allem um die Peripherieteile – also die Kupferkabel oder den Metallrahmen aus Aluminium – und natürlich auch um wertvolle aktive Materialien in der Batterie wie Mangan, Kobalt oder Nickel. Das sind wertvolle Rohstoffe, die beispielsweise wieder in die Neuproduktion von Batterien fließen können. Das langfristige Ziel von MAN ist es, bei den Batterie-Rohmaterialen einen nahezu geschlossenen Kreislauf zu erreichen – from Cradle to Cradle (Wiege zur Wiege).